Sonntag, 5. Juli 2015

italienischer Sommersalat mit Kichererbsen, Provolone und Oreganodressing (nancy`s chopped salad)

Seit Wochen warte ich auf die richtige Gelegenheit "nancy`s chopped salad" zu machen. Das Rezept habe ich beim Stöbern auf einem meiner Lieblingsblogs gefunden: the smitten kitchen (New York). Die Zutaten lasen sich unglaublich lecker. Und gestern war es dann soweit: Das jährliche Haus-Sommerfest stand auf dem Programm. Alle Hausbewohner treffen sich am späten Nachmittag im Hinterhof, es wird gerillt und gegessen und getrunken und viel gequatscht. Und jeder bringt irgendetwas Ess- oder Trinkbares mit. Feine Sache und die Gelegenheit, nancy`s choppded salad nach Deutschland zu holen. Ich habe mich streng nach Den Perelman`s Angaben gehalten, lediglich die Peperoncini habe ich durch rote Paprika und die Kirschtomaten durch "normale" Tomaten ersetzt.


Angaben für eine große Schüssel:

Oreganodressing:
60 ml Olivenöl
60 ml Rotweinessig
Saft einer halben Zitrone
2 kleine Knobizehen, gepresst
2 gestrichene TL Oregano, getrocknet
2 gehäufte TL Salz
3 Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle

Alle Zutaten mischen und ordentlich rühren....

Salat:
400 g gekochte Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
1/2 Eisbergsalat, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
1 kleiner Kopf Radiccio, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
200-250 g Provolone (würziger italienischer Käse) am Stück, in kleine Würfel geschnitten
200-250 g nicht zu fette Hartsalami, in kleine Würfel geschnitten
1 rote Paprika, gewaschen und in kleine Würfel geschnitten
1 rote Zwiebel, geviertelt und in feine Ringe geschnitten
300-350 kleine Kirschtomaten, gewaschen und halbiert


Salatzutaten in eine große Salatschüssel geben und gut mischen.
Dressing zugeben und gut mischen.
Fertig!

Samstag, 4. April 2015

Mein erster Schritt zurück in die Bloggerwelt mit nichts als meinem Happy-Sandwich in der Hand...

15 Monate hat mein Blog in feinstem Schneewittchenschlaf verbacht. Die Schlafkur war nicht verordnet oder beabsichtigt. Nein, so war es nicht. Um es kurz zu sagen: 2014 war ein Jahr mit traurigen Ereignissen und wenig kreativer (Küchen)tätigkeit. Hinzu kam eine Art Schreiblähmung. Die Worte wollten einfach nicht kommen. 
Aber heute tippen die Fingerlein wieder ganz flink über die Tastatur...
Um es nicht gleich zu übertreiben beginnen wir den Neustart ganz gemächlich mit einem leckeren Vollkorn-Sandwich, bestrichen mit Frühstückspesto (süsslich im Geschmack) und belegt mit Tomate, Paprika, Rucola und Parmesan. Das Sandwich lässt sich sehr gut vorbereiten. Es passt als Frühstück, Mittagssnack oder Fernsehabendbrot. Ich bin ein totaler Fan von selbstgemachten Sandwiches. Hübsch verpackt in einer Lunchbox (z.B. von Rice) machen sie auch unterwegs viel Freude und schmecken 1000mal besser als die remouladebeschmieren Semmeln, die man unterwegs kaufen kann. Der Fantasie sind bei der Zusammenstellung der Zutaten keine Grenzen gesetzt. 
Trau Dich einfach, wilde Kombinationen auszuprobieren. Unten findest Du noch einige meiner Lieblingsvarianten.



Frühstückspesto:
120 g abgetropfte getrocknete Tomaten in Öl link
40-50 g Vollkornkekse mit Sonnenblumenkernen und Korinthen
etwas Tomatenöl
Alle Zutaten im Mixer vermischen, bis eine streichfeste Masse entstanden ist.

2 Scheiben Lieblings-Vollkornbrot (quadratisch) mit einem guten Teelöffel Frühstückspesto bestreichen 
und mit einer reifen Fleischtomate (in Scheiben und ohne die Enden, die flutschen raus), 
1/2 roten Paprika (in Streifen), 10 g Rucola und 4 dünn gehobelten Scheiben Parmesan belegen. 
Wer mag, kann die Tomatenscheiben vorher salzen und pfeffern. Fertig!


Wem das Frühstückspesto zu süß ist (die Kekse sind Schuld) der nimmt eine würzige Streichunterlage, zum Beispiel Pesto alla genovese, Pistazien-Oliven-Pesto, Htipiti oder meine Schafskäsepaste.

Auch noch lecker sind folgende Sandwich-Varianen:
  • Camembert mit Himbeermarmelade und Rucola
  • Gorgonzola mit weichen Birnenscheiben (leicht zerdrückt), Walnüssen (grob zerkleinert) und Kresse
  • Mozzarella di Bufala mit Tomatenscheiben und frischem Basilikum
  • Schafskäsepaste mit frisch gerösteten Pinienkernen, Olivenscheiben und getrockneten Tomaten
Viel Spaß beim Kombinieren!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Thunfisch-Sashimi auf einem limettigen Avocadobett

Hallo Du Leser Du...ich wollte mich so kurz vor Weihnachten noch einmal gemeldet haben...
Wie geht es Dir da draußen in der Welt? Hast Du alles erledigt, was Du erledigen wolltest oder schiebst Du es noch vor Dir her und hast das Gefühl, dass Dir alles über den Kopf wächst?
Ich halte es an solchen Tagen wie Carrie Bradshaw: Einfach runterfahren und neu booten! 

Falls Dir die fehlende Vorspeise für Weihnachten im Moment noch Magenschmerzen verursacht, sind vielleicht sind meine Thunfisch-Sashimi die Lösung. Sie sind einfach in der Herstellung, sind frisch& spritzig und lassen durchaus noch Hauptgang und Nachtisch zu. 


Zutaten für 2 Personen:
180 g roher Thunfisch in Sushiqualität, mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben geschnitten
2 EL helle Sojasauce
2 EL Reisessig
2 EL Olivenöl
1 TL Sesamöl
Messerspitze Wasabi

1 gut reife Avocado (ich mag die Sorte "Hass"), in Stücke geschnitten
8-1o Cocktailtomaten, halbiert
3 Frühlingszwiebeln, in Scheiben geschnitten
Saft einer Limette
2 gehäufte EL frischer Koriander (oder Petersilie), kleingerupft
Salz&frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle
1 TL Sesam (in der Pfanne leicht angeröstet)


Sojasauce, Reisessig, Olivenöl, Sesamöl und Wasabi in einer Schüssel verrühren, Thunfisch einlegen, gut mit der Marinade bedecken und 2 Stunden marinieren lassen.
Avocado, Tomatenhälften, Koriander (oder Petersilie) und Frühlingszwiebeln in einer Schüssel mit dem Limettensaft beträufeln und mit Salz&Pfeffer würzen. Auf zwei Tellern verteilen.
Den marinierten Thunfisch darauf anrichten und mit den Sesamkörnern bestreuen.

Ich wünsche Dir ein fulminantes Weihnachtsfest!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Eggnog made for a long winter`s nap!

Spätestens zum 1. Advent solltest Du Dich fragen: Welcher Weihnachts-Typ bin ich dieses Jahr?
Will ich zu "Merry Christmas" in der Disco abhotten, lieber weitweitweg in der Sonne liegen und mich am Abend mit einem Cocktail vergnügen, mich mit dem/der Liebsten in einer Berghütte vor dem offenen Feuer tummeln, so tun, als ob nichts wäre und chipsessend vor der Glotze sitzen oder bin ich dieses Jahr der Klassik-Typ: hoffend auf Schnee und dick-beschleifte Geschenke unter dem Weihnachtsbaum? Welcher Weihnachts-Typ bist Du dieses Jahr?

Ich mag es gerne klassisch. Eine ordentlich belichterte Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsmarkt-besuchen, am 24. Dezember: Baumschmücken, dazu "Michel aus Lönneberga", stündliches Nase-aus-dem-Fenster-halten (um zu sehen, ob es denn nun endlich angefangen hat zu schneien, auch wenn der Wetterbericht 10 Grad und Sonne vorausgesagt hat), ein üppiges Schaumbad, eine schmierige Haarkur, ein schwarzes Kleidchen, Stollen und Sekt zum Feiertags-Frühstück...

Dieses Jahr hat eine amerikanische Tradition Einzug in unser Heim gehalten: Eggnog!
Eier, Sahne, Zucker und rauchiger Bourbon - alles zu einer cremiges Masse aufgeschlagen, in einem schönen Glas serviert und in Ruhe genossen - hohoherrlich! 

Zum 1. Advent angemacht hält sich der Eggnog gekühlt bis Weihnachten...oder auch nicht :-).


Dieses Rezept stammt von Rob Kasper, einem bekannten amerikanischen Food-Journalisten (vielen Dank liebe B. fürs Weitergeben)
. Die Mengenangaben habe ich übersetzt. 

WORLD`S GREATEST EGGNOG (1,5 Liter):

400 ml bourbon
800 ml wipping cream
200g suger
6 egg yolks (ca. 120g )

Pour bourbon into very large mixing bowl.
Stir in sugar.
Let sit several hours - overnight, if you can wait.

Beat egg yolks (no whites) until they are an ugly yellow color.
Fold them into the bourbon-sugar-mixture.
Let sit for two hours, if you can wait.

Whip the cream until stiff.
Fold into the bourbon-egg-mixture.
Let sit for one hour, if you can wait.

Serve in cups.
Nutmeg not permitted.

Allen Lesern eine friedliche Adventszeit!

Sonntag, 24. November 2013

italienische Sushi: Parmaschinken-Ricotta-Röllchen (auf Röstbaguette)

Diese leckeren Röllchen aus Parmaschinken, Ricotta, Parmesan, gerösteten Pinienkernen und frischem Basilikum (ich nenne sie auch "italienische Sushi"), plaziert auf leicht angerösteten Baguettescheiben, eignen sich perfekt für eine Stehparty. Sektchen links, Häppchen rechts - 
so einfach kann es sein!



Zutaten für 24 Stück:

40 g Pinienkerne
250 g Ricotta
80 g Parmesan
Salz + Pfeffer
1 Bund Basilikum
200 g Parmaschinken
Baguette, in Scheiben geschnitten
Frischhaltefolie


Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und kleinhacken,
Ricotta, Parmesan, Pinienkerne vermischen und mit Salz + Pfeffer abschmecken,
Basilikum waschen, trockenschütteln und entblättern,
Schinken überlappend auf der Klarsichtfolie verteilen (ca. 40x25 cm),
Ricottacreme auf den Schinken streichen,
Basilikumblätter Blatt an Blatt auf der Creme verteilen,
Schinken mit Hilfe der Folie aufrollen und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
Ofen auf höchster Stufe vorheizen,
Baguette in 24 Scheiben schneiden, auf einem Backrost verteilen und im Ofen 2 Minuten rösten.
Schinkenrolle ebenfalls in 24 Scheiben schneiden und diese auf den Baguettescheiben verteilen.

Montag, 18. November 2013

Kohlehydrate adieu, bienvenu Vitamine: Gemüsig gefüllte Auberginenhälften mit Parmesan

Eines schönen Tages kam der Wiesbaden-Mann, unseren italienischen Kochbuch-Klassiker
"Der Silberlöffel" unterm Arm, mit einem verdächtigem Grinsen im Gesicht auf mich zu und sagte: "Schatz, ich habe mal alle Rezepte markiert, die mir gefallen und die wir mal kochen könnten
(es heftete eine hübsche Anzahl bunter Zettelchen zwischen den 1400 Seiten) und eins habe ich direkt fürs Wochenende ausgesucht: Gefüllte Auberginen". Ich war leicht verwundert, holt man den Mann doch sonst mit einem rein vegetarischen Gericht nicht wirklich hinterm Ofen hervor. Zudem klangen die Zutaten auch nicht sonderlich spannend. Aber nun gut: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und so gab es die gefüllten Auberginen am zettelfolgenden Wochenende -rezeptgetreu gebacken- und ich war wirklich überrascht: Kein bisschen langweilig, würzig frisch und das Allerbeste: Man kann direkt einige Auberginen auf Vorrat backen, denn sie halten sich im Kühlschrank einige Tage und schmecken kalt noch besser als direkt aus dem Ofen.


Und hier kommt das Rezept für 4 Auberginenhälften:

2 schöne Auberginen
1/2 Zwiebel (fein gewürfelt)
2 kleine Knoblauchzehen (fein gewürfelt)
1 kleines Stück Knollensellerie (fein gewürfelt)
1,5 Paprika (bunt, fein gewürfelt)
4 Champignons (fein gewürfelt)
2 reife Tomaten (auch fein gewürfelt)
mindestens 2 EL frisch geriebener Parmesan (gerne auch mehr)
1 Ei (leicht verquirlt)
Olivenöl
Salz&Pfeffer
Auberginen waschen, abtrocknen und halbieren,
das Fruchtfleisch ganz vorsichtig auskratzen, dabei ca. 0,5 cm Rand stehen lassen,
das Auberginenfleisch fein würfeln,
Öl in einer Pfanne erhitzen,
Zwiebel- und Knobiwürfel bei geringer Hitze 5 Minuten dünsten,
Auberginenfleisch, Sellerie-, Paprika, Champignon- und Tomatenwürfel zugeben 
und 15 Minuten dünsten,
mit Salz+Pfeffer abschmecken,
Pfanne vom Herd nehmen und das verquirlte Ei unterrühren,
Masse in die Auberginen füllen und mit dem Parmesan bestreuen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen,
eine genügend große Auflaufform mit Olivenöl einfetten,
Auberginenhälften darin verteilen und 50 Minuten überbacken.
Die Auberginen schmecken direkt aus dem Ofen sehr gut, aber kalt - am nächsten Tag -
noch viel besser!