Dienstag, 9. April 2013

Tort Man Gai (thailändische Hähnchen-Frikadellen) mit süßsaurer Ingwer-Chili Sauce

Ab und zu ist es dringend erforderlich, einen alten Blog-Beitrag zu überarbeiten. Dieser hier ist so einer. Erstmals am 26.03.2011 veröffentlicht, kommt er heute in aufgehübschter Form, mit neuen Fotos und dem vollständigen Rezept der süßsauren Ingwer-Chili-Sauce nach Nicole Stich frisch ins Netz.

Wie alles anfing:

Ich kann mich gut an die Samstage erinnern, an denen ich als Kind mit meinen Eltern zum Jahreswechsel-Klamotteneinkauf in Mainz unterwegs war. Jede(r) von uns wurde mit den Dingen ausgestattet, die die aktuelle Figur, Größe und Jahreszeit erforderten. Wir sehen nachfolgend mein Oster-Outfit aus dem Jahre 1974 (es dürfte das erste und letzte Mal gewesen sein, dass man mich in "gelb" gesehen hat; den Regenschirm würde ich heute allerdings wieder nehmen ;-):


Der mehr oder weniger erfolgreiche Einkauf endete immer beim "Chinesen" am Platz. Wir bestellten meist das "Familienglück" (diverse gemischte Gerichte), mit Frühlingsrolle als Vorspeise. 

Viele Jahre später, ich war damals schon Anfang 20 (das war irgendwann Anfang der 90er Jahre), waren die "Chinesen" (inklusive "Familienglück") völlig out. Thailändische Restaurants kamen in Mode. Meine Clique und ich verbrachten mindestens einen Abend in der Woche bei einem Thai in Wiesbaden. Wirklich leisten konnten wir uns das damals nicht, daher haben wir uns das ein oder andere Gericht gerne auch geteilt oder schweren Herzens auf den zweiten Cocktail verzichtet. Besonders gern mochte ich diese leckeren weichen Hähnchen-Frikadellen mit süß-sauer-Dip. Sie schmeckten einfach großartig!

Ich freute mich daher wie ein Fischstäbchen, als ich in 2011 über ein Rezept für "Tort Man Gai" (thailändische Hähnchen-Frikadellen) stolperte. Nachdem ich die Klöpse nun schon diverse Mal gemacht habe kann ich nur sagen: Sie schmecken genau so wie damals bei unserem Thai! Ein Traum! Kaffir-Limettenblätter, Koriander und Ingwer geben den weichen Frikadellen eine herrlich frische und exotische Note. Der Aufwand lohnt sich wirklich!

Das Rezept stammt aus dem Blog kitchencowboy. Dazu passt hervorragend die süßsaure Ingwer-Chili-Sauce von Nicole Stich (aus dem Buch Geschenkideen aus der Küche). Die exotischen Zutaten bekommst Du in einem gut ausgestatteten Asia-Laden.


Mengenangaben für ca. 20 Frikadellen:

500g Hähnchenbrust (in kleine Würfel geschnitten)
1 Stange Zitronengras
15g Ingwer (gerieben)
20g Galgant (gerieben)
2 Korianderwurzel
10 Blätter Koriander (frisch) - meine persönliche Ergänzung zum Originalrezept
2 Schalotten
2 Knobizehen
1 gestrichener EL rote Currypaste
2 El Fischsauce
1 Ei
1,5 EL Speisestärke
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Zucker
60g Spargel- oder Buschbohnen (in dünne Scheiben geschnitten)
10 Kaffir-Limettenblätter (zusammenrollen und ich hauchdünne Streifen schneiden)

Zitronengras, Ingwer, Galgant, Korianderwurzeln, Schalotten und Knobizehen in einem Mixer sehr fein hacken. Hähnchenbrustwürfel zugeben und alles zu einer glatten Masse verarbeiten (ich hatte anfangs die Befürchtung, dass der Mixer den Hähnchenbrüstchen nicht gewachsen sein könnte, denn er gab wirklich traurige Geräusche von sich. Schlussendlich hat er es aber gut überlebt). Currypaste, Fischsauce, Ei, Speisestärke, Salz und Zucker zugeben und noch einmal kräftig mixen. Bohnenscheiben und Limettenblätter-Streifen mit den Händen unterkneten.
Mit nassen Händen und mit Hilfe eines Teelöffels aus der Masse kleine Kugeln formen.
Die Kugeln mit der Hand flach drücken und in einer Pfanne mit reichlich Pflanzenöl ausbacken.
Die Frikadellchen mit Küchenkrepp abtupfen.
Im Ofen lassen sich die Frikadellen bei 120°C gut warmhalten.


Süßsaure Ingwer-Chili Sacue (ca. 350ml)

2 cm Ingwer (gerieben)
2 große rote (nicht so scharfe) Chilischoten
1 kleine rote (scharfe) Chilischote, wer es gerne scharf mag
5 Knobizehen
100ml Reisessig
300ml Wasser
200g Zucker
1 TL feines Meersalz
1 geh. EL Speisestärke
1 sterilisierte Flasche (10 Minuten bei 120° C im Ofen)

Chilischoten entstielen, entkernen und ganz fein hacken.
Knobi schälen und ebenfalls fein hacken.
Ingwer, Chili und Knobi mit Essig, Zucker, Salz und Wasser in einem Topf erhitzen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Die Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser verrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Stärke in die Sauce einrühren und ca. 2 Minuten leicht weiterköcheln lassen.
Die Sauce nochmal mit Salz abschmecken und in die sterilisierte Flasche geben.
Sie hält sich einige Wochen im Kühlschrank.


Viel Spaß beim Ausprobieren!

Alex

Sonntag, 24. März 2013

Eine Kaffee-Schokoladen-Verlosung und eine äußerst lustige Backparty nach Rezepten von Fräulein Klein!

Wer mich kennt und/oder diesen Blog schon längere Zeit verfolgt weiß, dass Backen nicht so mein Ding ist. Das hat durchaus mehrere Gründe:

Die Ergebnisse aus Backvorgängen sind meist schwerst kalorienlastig und heften sich nach erfolgreichem Verzehr direkt rechts und links auf meine Oberschenkel. Sehr unschön!
Die Herstellung von Teig ist eine furchtbar klebrige Angelegenheit. Meist will der Teig dann auch nicht so, wie ich will - schnurrt zusammen, wenn er nicht zusammenschnurren soll, zeigt sich spröde, obwohl er geschmeidig sein soll. Beim Auslösen aus der Form bleibt bei mir der halbe Kuchen in der Form hängen, für aufwendiges Verzieren fehlt mir die Geduld. Nee, nee, nee.

Als mich vergangenes Jahr der "Callwey-Verlag" anschrieb und fragte, ob ich Lust hätte, eines seiner Bücher zu testen und ggf. in meinem Blog davon zu berichten, war ich äußerst erfreut. Der Verlag ist bekannt für tolle Bücher zu den Themen Architektur, Wohnen und relativ neu: Kochen und Backen. Eins der drei zur Auswahl stehenden Bücher war das Backbuch "Die wunderbare Welt von Fräulein Klein". Da ich den Blog der Autorin Yvonne ("frl. klein") schon seit einiger Zeit begeistert verfolge (alleine, weil die Bilder soooo schön sind und Yvonne immer so hübsche Armkettchen trägt...ich mag das mit dem grünen Stein sehr gern ;-)), fiel meine Wahl -trotz meiner Backschwäche- auf dieses Buch. Vergangene Woche nahm ich das Buch dann mit in die Bahn und blätterte im Beisein meiner Mitpendler eifrig darin herum, klebte bunte Klebezettelchen an die Seiten, bis mich Mitpendler No. I schließlich fragte: "Alex, was genau machst Du da"? Ich: "Ich möchte gerne etwas aus dem Buch backen. Nur leider kann ich nicht backen. Aber ich würde halt gern". Ein kritischer Blick meines Mitpendlers No. II folgte. Mitpendler No. I, einer der besten Partygeber der Welt, zog daraufhin kurz die Stirn in Falten und antwortet: "Kein Problem, dann machen wir halt eine Backparty". Bis zur Ankunft in Frankfurt hatten meine beiden Mitpendler und ich drei Rezepte ausgesucht und einen Backtermin ausgemacht.

Gestern war es dann soweit. 4 Freunde, ich und Fräulein Klein...


Karotten-Ingwer-Kuchen
Zutaten für eine Gugelhupfform von 25cm)

4 Eigelb, 4 Eiweiß (Rezeptabweichung!)
200g Butter
200g gemahlene Mandln
350g Mehl
1 TL Backpulver
250g Karotten (geschält)
1 Päckchen Bourbon Vanillezucker (Alnatura)
200g brauner Zucker
1 Prise Salz
Saft einer großen Bio-Zitrone
Abrieb einer Bio-Zitrone
2 TL Zimt
1 TL fein geriebener Ingwer

1 Eiweiß
150g Puderzucker
2 EL Zitronensaft (von oben)

Rezept lesen!


Die 4 Eiweiß schaumig rühren (Rezeptabweichung)!


Karotten und Ingwer raspeln. 


Butter mit Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz schaumig rühren. 
Eigelb nach und nach zugeben und cremig schlagen.


Eiweiß unterheben. Mehl mit Backpulver, den gemahlenen Mandeln, Karotten, 
den Gewürzen und dem Zitronen-Abrieb vermengen. 
Unter die Buttermasse mischen. 
Zitronensaft zugeben (2 El Zitronensaft für den Guss aufheben). 
Alle Zutaten nocheinmal gut verrühren.
Teig in eine gebutterte und gemehlte Gugelhupf-Form geben.


Bei 180 °C, 50-60 Minuten backen.
Kuchen abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form stürzen.


Eiweiß mit Puderzucker cremig aufschlagen. 
Zitronensaft zugeben und über den Kuchen geben.
Trocknen lassen.




Heidelbeer-Pie:
(Zutaten für eine Springform von 20-24 cm)

250g Mehl
1 Prise Salz
150g kalte Butter (gewürfelt)

70ml kaltes Wasser
1 El Puderzucker

500g Heidelbeeren
2 EL brauner Zucker
2 El Speisestärke
1 EL Zitronensaft
1 Mark einer Vanilleschote

1 Eigelb
1El Milch

Rezept lesen!


Mehl, Salz, Butter, Puderzucker, und Wasser in eine Schüssel geben...


...und alle Zutaten zu einem glatten Zeig verkneten.


Den Teig 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen!

Den Teig anschließend ca. 3 mm dünn ausrollen. 
Mit Hilfe der Springform einen runden Kreis ausstechen. 
Die Ränder entsprechend breit zurecht schneiden. 
Für die Abdeckung etwas Teig zurück halten.
Teigfladen in die gebutterte und gemehlte Springform geben. 

Heidelbeeren waschen und mit dem Zucker, der Speisestärke,
dem Zitronensaft und dem Vanillemark verrühren.
(Micha: Siehst Du es Rieseln? Haben wir gut gemacht! ;-))


Heidelbeeren in die Form geben!
Hinweis: 
Der Füllung ist je nach Wassergehalt der Heidelbeere, recht "locker".
Wir würden die Heidelbeeren das nächste Mal mit etwas mehr Speisestärke
in einem Topf leicht einkochen.


Aus dem übrigen Teig beliebig dicke Streifen schneiden und diese auf der
Pie -ein-übers-andere- auslegen.


Eigelb und Milch verquirlen und mit einem Pinsel auf der Pie auftragen.

Pie für ca. 45 Minuten bei 180 °C backen.
Wenn die Oberkruste zu braun wird, diese mit Alufolie abdecken.


Die noch warme Pie mit Vanille-Eis (hatten wir LEIDER nicht) servieren...


Last but keinenfalls least: Zimtrollenkuchen 
(Zutaten für eine 26er Springform oder auch 12-14 Stück)

Vorteig:
42g Hefe
170 ml lauwarme Milch

75g Zucker
500g Mehl

Rest:

1 P. Vanillezucker (vorzugsweise selbstgemacht oder von Alnatura)
1 Ei
60g flüssige Butter
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
2 EL Quark
1 zerdrückte gekochte Kartoffel (ergänzende Zutat nach Freund Micha)

2 TL Zimt
50g flüssige Butter
50g Zucker

100g Puderzucker
1 P. Vanillezucker (s.o.)
1 El Milch

Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. 
Mit Mehl und Zucker zu einem Vorteig vermischeln.
Vorteig 20 Minuten gehen lassen.
Danach den Vanillezucker, das Ei....und die zerdrückte Kartoffel nach Freund Micha zugeben..
Teig 1 Stunde unter einer warmen Bettdecke gehen lassen.
Er sollte sich danach verdoppelt haben und soooo aussehen:


Teig zu einem Viereck ausrollen (das würde mich schon überfordern).

Zimt, flüssige Butter und Zucker verrühren und liebevoll auf dem Teig verteilen.
Den Teig zusammenrollen und ca. 4-5 cm breite Stücke abschneiden.
Die Rollen in eine gebutterte Springform geben...


...und 25 Minuten bei 180 °C backen...


Kurz vor Ende der Backzeit aus der Milch, dem Vanillezucker und dem Puderzucker
den Guss rühren und den Kuchen sofort nach dem Backen den Kuchen damit begießen.


Fertig ist der Zimtrollenkuchen...


Und so wurde aus einer unverbindlichen Zug-Buchblätter-Plauderei ein richtig schöner Samstagnachmittag. Es hat richtig viel Spaß gemacht - Dank an Elle, Stefan, Micha und Jörg. To be continued! Alle drei Backwerkstücke haben richtig, richtig gut geschmeckt!

Fazit:
Fräulein Klein hat ein wunderbares Backbuch geschaffen, eingeteilt in Jahreszeiten.
Dazu Sammeltassen-Kerzen und Stiefmütterchen-Lollies. Großartig.
Ein absolutes Kauf-MUSS für alle Backfreunde dieser Welt!
Das Buch findest Du zum Beispiel hier.

Soweit zum Kuchen!

Zu einer ordentlichen Kuchentafel gehört aber auch ein ordentlicher Kaffee.
Und den bekommt Du zum Beispiel hier bei GREEN CUP COFFEE.


Green Cup Coffee ist die erste Kaffeemarke, die ausschließlich "Single Finca Kaffees" aus den besten Anbaugebieten der Welt vertreibt. Die Kaffeebohnen stammen von kleinen Kaffee-Farmen, die sich auf den Anbau von Gourmet-Kaffee spezialisiert haben. Geröstet werden die Bohnen ausschließlich im traditionellen Trommelröstverfahren bei niedrigen Temperaturen, sodass die Aromen der Kaffeebohnen voll zur Geltung kommen.

Du hast jetzt die Möglichkeit, 5 wunderbare Kaffee-Schokoladen-Sets von Green-Cup-Coffee zu gewinnen. Sie Schoki ist handgeschöpft und alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Ein Gedicht!

Die Kaffeedosen kann man nach erfolgreichem Vertrinken zum Beispiel als Keimdose verwenden. Klasse, oder?


Teilnehmen darf jeder, der eine Postadresse in Deutschland hat.
Und jeder, der mir unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt...
UND dabei folgende Frage beantworten kann:

"Ist ein "PIE" weiblich oder männlich? 
Sprich: Heißt es "der" PIE oder "die" PIE?
Meldungen bis 01.04.2013 sind dabei!

See you!

Alex

Nachtrag vom 05. April 2013:

Hallöchen, da bin ich mit der Bekanntgabe der Kaffee-Schokoladen-Gewinner.
Aber zuerst die Lösung.
Wer meinen Beitrag ordentlich fein gelesen hat, konnte die
Antwort einfach finden. Es heißt tatsächlich "DIE Pie".

An der Verlosung habe ich alle teilhaben lassen, die mir eine Antwort
(egal ob richtig oder falsch) als Kommentar hinterlassen haben.

Gewonnen haben:

Leo, Marion, Julia, Jutta und Conny.


MEINEN ALLERHERZLICHSTEN GLÜCKWUNSCH!

Bitte schreibt mit eine E-Mail an...

mein-i-tuepfelchen@freenet.de

...mit Euren Adressen und der Angabe, ob Ihr den Kaffee
lieber "ganz" oder gemahlen haben möchtet.

Wenn Euch Kaffee und/oder Schoki geschmeckt haben sollten (davon gehe ich felsenfest aus), dürft Ihr GREEN CUP COFFEE gerne weiterempfehlen.
Die netten Menschen dort wird es freuen!

Sonntag, 10. März 2013

Spaghetti al Limone / mit oder ohne Wasserbewohner

Winke, winke...da bin ich wieder. In der vergangenen Woche hat sich Frau Sonne doch tatsächlich ab und zu gezeigt. Die Menschen hatten gleich sehr viel bessere Laune. Hast Du das auch festgestellt? Aber die wenigen Sonnenstrahlen allein haben es noch nicht geschafft, mich auf mein absolutes Leistungshoch zu katapultieren. Da war zusätzlich noch der Duft und Genuss von Zitronensaft und Zitronenschale notwendig! 


Seit Jahren schon zieht das Rezept von "Spaghetti al Limone" mit mir von Wohnung zu Wohnung. Ich habe das Gericht vor Urzeiten in Frankfurt auf einem Kochkurs bei Achim Löppert kennengelernt und fand die Frische der Zitronen und das Aroma von Basilikum atemberaubend. Olivenöl wird mit Zitronensaft und Parmesan aufgerührt und unter die heißen Spaghetti gemischt. Das ist es eigentlich schon. Wenn es Dir nach einer fischigen Einlage gelüstet, gibst Du einfach einige gekochte Shrimps oder ein gebratenes Fischfilet dazu. Herrlich!


Das Rezept (für 4 Vorspeisenportionen):

500 g Spaghetti
Saft aus 3 unbehandelten Zitronen (zwischen 120 und 150 ml)
Zesten von einer unbehandelten Zitrone
200ml bestes Olivenöl
250g geriebener Parmesankäse
1 Bund Basilikum, gewaschen und fein gehackt
Salz und Pfeffer (aus der Mühle)
Politisch korrekte Shrimps oder Fischfilets  nach Belieben (ich hatte ca. 100 g Shrimps p.P.)

Zitronensaft und Olivenöl mit einem Handmixer aufschäumen.
Parmesan zugeben und mixen , bis die Sauce eine cremige Konsistenz hat.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Spaghetti al dente kochen
Shrimps kochen (sofern sie gefroren sind) oder Fischfilets anbraten.
Spaghetti mit der Zitronensauce, den Zitronenzesten und dem gehackten Basilikum mischen.
Shrimps unterheben bzw. Fischfilets auflegen.
Fertig!


Mittwoch, 6. Februar 2013

Überbackener Chicorée mit Prosciutto Cotto

Kuckuck! Hier bin ich wieder! Zurück aus dem Winterschlaf. Ich hoffe, mich haben in der Zwischenzeit nicht alle meine lieben Leser verlassen. Da wäre ich doch SEHR traurig. Die Wochen vergingen wie im Fluge und ich war einfach blogfaul. Räusper, räusper! Aber jetzt bin ich wieder da und möchte Euch das erste Rezept aus "Der Silberlöffel" vorstellen: Überbackener Chicorée mit Prosciutto Cotto! Sehr sehr lecker!

"Der Silberlöffel" ist ein dickes Kochbuch (1504 Seiten) voll mit italienischen Rezepten, das mir der Wiesbaden-Mann vergangenes Jahr zum Valentinstag geschenkt hat. Anstatt Blumen. Sehr gute Entscheidung! Stört Euch bitte nicht an den Fotos - die sind nicht gut gelungen...


"Überbackener Chicorée" ergibt zusammen mit knusprigem Baguette ein wunderbares Abendessen. 

Los geht´s:

4 schöne Chicorée
150g Fontina (ital. Butterkäse, gewürfelt)
150g Mozzarella di Bufala (gewürfelt)
250ml Milch
4 Scheiben Prosciutto Cotto
2 Eigelb (leicht verquirlt)
50g Parmesan (frisch gerieben)
25g Butter und etwas Butter zum Einfetten
Salz+Pfeffer

Die Fontina- und Mozzarellawürfel mit der Milch in eine Schüssel geben und 1 Stunde einweichen. 

Den Chicorée waschen und den Strunk vorsichtig aushöhlen. Der Chicorée muss dabei erhalten bleiben. Wer den leicht bitteren Geschmack des Gemüses mag, kann den Strunk lassen, wie er ist. 15 Minuten in Salzwasser köcheln, gut abtropfen lassen.   


Ofen auf 200 °C O/U-Hitze vorheizen. 
Eine (oder zwei) Auflaufform(en) buttern.
Den Chicorée mit je einer Scheibe Proscuitto Cotto umwickeln und in die Form legen.

Die Fontina- /Mozzarellamischung in einer Pfanne bei KLEINER Hitze unter Rühren zu einer geschmeidigen, glatten Creme schmelzen. Mit Salz+Pfeffer abschmecken. Pfanne vom Herd nehmen, Eigelb unterrühren und die Masse über den Chicorée gießen. Mit Parmesan bestreuen, Butterflöckchen daraufgeben und 10 Minuten überbacken. Mit knusprigem Baguette servieren!

Wie immer freue mich mich auf Eure Meinung!

Herzliche Grüße

Eure Alex

Sonntag, 16. Dezember 2012

Auf der Suche nach DEINEM Lieblings-Lasagne-Rezept und eine Verlosung!

Vergangene Woche gab es im Hause Alex mal wieder Lasagne. Ganz klassisch. Mit einer ordentlich gewürzten Bolognese und einer cremigen Béchamel. Darauf kam ordentlich viel Käse, der den Ofen in goldgelbem Zustand verließ. Lasagne ist eine feine Sache. Sie lässt sich gut vorbereiten, einfrieren, teilen, aufbacken....sie schmeckt warm und kalt, zu Bier und Wein. Einfach großartig!


Aber ehrlich gesagt: Ich bin in puncto "Lasagne" etwas langweilig aufgestellt. Ich mache nämlich immer nur genau diese eine. Pah! Das muss sich in 2013 schwerst ändern. Und daher frage ich DICH: Welches Lasagne-Rezept magst Du besonders gerne? Eins mit Lachs? Oder Wirsing? Oder mit Rote Beete? Sag es mir! Es soll auch nicht zu Deinem Nachteil sein, denn unter allen Einreichern verlose ich drei 10 Euro-Gutscheine von zalando. Wusstest Du, dass es bei zalando nicht nur Schuhe und Klamotten, sondern auch wunderbarstes Küchengedöns gibt? Bitte mal hier gucken!


Bevor es zu den Spielregeln geht, komme ich aber erstmal mit meinem Rezept.
Für eine Form von 23x30x6 cm (Innenmaß) benötigst Du (6 Portionen):

1 kg bestes Rinderhack
3 kl. Dosem gestückelte Tomaten (je 400g)
500g passierte Tomaten
5 Knobizehen (gewürfelt)
2 mittlere Zwiebel (gewürfelt)
2 Karotten (gewürfelt)
2 Scheiben Sellerie (gewürfelt)
Olivenöl zum Braten
mindestens je 2 gestrichene EL gtrocknete Kräuter (Oregano, Basilikum)
Chili aus der Mühle
Pfeffer aus der Mühle
Salz

75g Butter
60g Mehl
750 ml Milch

Pfeffer aus der Mühle
Salz
Muskat

Lasagneblätter (ohne Vorkochen)
200g geriebener Emmentaler

Knobi-, Zwiebel-, Karotten- und Selleriewürfel in einem großen Topf in Olivenöl anbraten.
Hackfleisch zugeben und scharf anbraten.
Tomaten zugeben und alles unter Rühren einköcheln lassen.
Mit den Gewürzen abschmecken (ordentlich (über)würzen, da die Béchamel alles neutralisiert).

Für die Béchamel die Butter in einem Topf schmelzen.
Mehl zugeben und rühren.
Topf von der Herdplatte nehmen und die Milch zugeben.
Topf zurück auf die Herdplatte stellen, die Sauce kurz aufkochen und eindicken lassen.
Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.
Form mit etwas Olivenöl bepinseln.
Etwas Béchamel auf dem Boden verteilen.
Erste Schicht Lasagneblätter auf dem Boden verteilen (sie können ruhig überlappen).
Abwechselnd Bolognese, Béchamel und Lasagneblätter in die Form schichten.
Mit Bolognese enden.
Käse auf der letzten Schicht verteilen.
Bei 200°C 20 Minuten im Ofen überbacken.

      

Teilnahmebedingungen:
Mitmachen darf jeder! Bitte hinterlasst einen Kommentar hinter diesem Beitrag, der entweder einen link zu Deinem Blogbeitrag (gerne auch Archiv) oder Dein Lasagne-Rezept enthält. Einsendeschluss ist der 31.12.2012, 23.59 Uhr! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden am 01.01.2013 hier bekannt gegeben.

Nachtrag vom 06.01.2013 - Auslosung:
Liebe Teilnehmer, habt Dank für Eure Rezepte und entschuldigt, dass ich die Gewinner der drei Zalando-Gutscheine erst heute bekannt gebe (die Faulheit hat in den letzten Tagen gesiegt ;-).

8 Teilnehmer (bis 31.12.2012, 23.59 Uhr), 8 Zettelchen:


Davon 3 Gewinner:


Herzlichen Glückwunsch liebe Anja (bloglos ;-), Kerstin (Verboten gut) und 
Sandra (From-Snuggs-Kitchen) und viel Spaß mit den Gutscheinen. 
Die Codes schicke ich Euch per E-Mail.

Viele Grüße

Alex

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Kulinarischer Adventskalender-Türchen Nr. 5: Glühwein-Zabaione trifft auf Vanille-Eis (nach David Lebovitz) und Crêpes!

Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, was sich die Welt in Sachen "Adventskalender" so einfallen lässt. Früher hatte man die hübschen Exemplare mit Winterlandschaften und viel Glitzer (habe ich heute übrigens noch). Dann kam Schokolade. Inzwischen findet man solche mit Müsli, Kaffee, Schnäpschen, Rubbel-Losen, Überraschungseiern, Whisky oder Bierflaschen.

Und dann gibt es für alle Menschen mit Internetanschluss seit 2005 den kulinarischen Adventskalender von Zorra. Jedes Jahr im Dezember beglückt sie zusammen mit 24 Bloggern die Welt mit weihnachtlichen Rezepten. Für jeden Tag ein virtuelles Türchen. Hinter jedem Türchen ein Rezept. Zum kulinarische Adventskalender (mit Gschänkli-Gewinnspiel) 2012 geht es  hier entlang...

Dieses Jahr dufte ich mit machen...


...und mich um Türchen Nr. 5 kümmern...

Klick mich an!

Ich hoffe, dass Euch mein weihnachtliches Rezept genauso schmeckt, wie mir.

Für die Zabaione (3-4 Personen):
4 Eigelb (von Bio-Eier Größe "M")
40g Zucker
100 ml Glühwein - vorzugsweise selbstgemacht (Rotwein, Zimtstange, Anis...ohne Zucker)

Eigelb und Zucker mit dem Schneebesen im Wasserbad (Achtung...nicht zu heiß) schaumig rühren.
Nach und nach den Glühwein zugeben und rühren, rühren, rühren.
Das Wesentliche ist, dass das Wasserbad und die Eiermasse nicht zu heiß wird (die Masse gerinnt sonst).
Wenn Du Deinen Finger nicht mehr schmerzfrei eintunken kannst, ist die Temperatur eindeutig zu hoch!
Du kannst die Zabaione ruhig ab und zu 30 Sekunden ruhen lassen und dann weiterrühren...
Die Creme ist richtig, wenn sie schön cremig ist.


Für das Vanilleeis (Vorratsportion):
250 ml Milch
100g Zucker
500 ml Sahne
Prise Salz
3 Vanilleschoten (ausgekratzt)
6 große Eigelb

Das Rezept habe ich aus dem Buch "The perfect Scoop" von David Lebovitz. Nach mehrmaligem Hin- und Herprobieren nehme ich inzwischen aber weniger Zucker und statt "vanilla extract" "echte" Vanille.

Milch, Zucker, 250 ml Sahne und Salz in einem mittleren Topf erwärmen. 
Ausgekratztes Vanillemark sowie die Vanilleschotenschalen (VSS) dazugeben.
Topf von der Platte ziehen, Deckel aufsetzen und die Masse 30 Minuten ziehen lassen.

Die verbleibenden 250 ml Sahne in einen großen Topf geben.
Ein Sieb daraufsetzen!
In einer Schüssel die Eigelbe verrühren. Die warme Vanillemilch langsam dazugeben und rühren.
Die Masse zurück in den Vanillemilch-Topf geben und bei mittlerer Hitze so lange rühren, bis sie eindickt. Masse durch das Sieb zur Sahne geben und im Eisbad kalt rühren.
VSS aus dem Sieb zugeben und das Gemisch im Kühlschrank runterkühlen.
VSS entfernen und die Masse in der Eismaschine zu Eis gefrieren lassen.
Auf meinem Bild ist das Eis (Dank "Tageslichtlampe") schon sehr flüssig-so sollte es nicht sein.


Für die Crêpes (4 - 6 Stück):
300 ml Milch
3 Eier
250g Mehl
Prise Salz
2 EL Zucker
Schuss Sprudelwasser
Schuss Rum
Pflanzenöl zum Braten

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen.
Teig in die Pfanne geben (sehr sehr dünn).
Crêpes hellbraun backen und ggf. im Backofen warmhalten.

Crêpes mit Vanilleeis und der Glühwein-Zabaione servieren.

Ich wünsche allen Lesern eine schöne Vorweihnachtszeit.
Ein besonderer Dank geht an Zorra, die sich jedes Jahr mit diesem Adventskalender viel viel Mühe gibt!

Herzlichst - Alex!